• Black Lockdown Sale 2020
  • 20% Rabatt mit Gutscheincode BLS20

Zentralstaubsauger: Der Guide zum System

Es gibt diverse Hersteller und dementsprechende Empfehlungen für eine Staubsaugeranlage, auch Foren, Messen und Blogs bieten eine gute Hilfe. Der Markt ist allerdings unübersichtlich, weil es eine vielzahl von Anbietern und höchst unterschiedliche Varianten gibt.

Einige Bekannte Zentralsauger Hersteller sind:

  • Beam
  • crossvac
  • Cyclovac
  • Thomas
  • Nilfisk
  • Allaway
  • Duovac
  • Cleanformat
  • SACH
  • Disan

 

Jeder Hersteller bietet etwa drei oder mehr unterschiedliche Einbaustaubsauger an. Für die Kaufentscheidung ist entscheidend, was die Staubsaugeranlage können soll. Der Vergleich mit dem herkömmlichen Staubsauger hilft nur sehr begrenzt, es müssen viel mehr Details beachtet werden. Doch der Einbau so einer Anlage bringt einen deutlichen Komfort-Gewinn.

Die Zentralstaubsauger Kosten

Grundsätzlich geht man von rund 1.500 bis 2.000 an Kosten aus. Das wird von Bauherren oft falsch eingeschätzt. Das konventionelle System für ein Einfamilienheim kostet ohne Extras (Einzugschlauch) mit Montage etwa 2.000 Euro. Die Montage können Bauherren auch selbst übernehmen, das senkt die Staubsaugeranlage Kosten um rund 500-1000 Euro. Entscheiden sie sich dabei für ein sehr hochwertiges und großes System, werden es wieder 2.000 Euro. Dabei wurde nicht das wichtigste Zubehör - der Einzugschlauch - berücksichtigt, der seinerseits rund 1.000 Euro kostet. Der zweite Schlauch würde noch einmal etwa 600 Euro kosten, ist aber oft nicht erforderlich. Es gibt auch sehr einfache Schlauchsysteme für 300 Euro, bei zwei Stockwerken wären es 600 Euro, mit allen Extras inklusive allen möglichen Saugdüsen können die Staubsaugeranlage Kosten auch 3.000 Euro betragen. Über diese Zentralsauger Kosten sollten Interessenten vorab nachdenken. Eine Empfehlung lautet, die Hausdaten an einen Händler zu senden. Dieser wird unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche ein Angebot erstellen und dabei die Staubsaugeranlage Kosten mit Einzelpositionen auflisten. Es ist im Nachhinein möglich, angebotene Positionen zu streichen oder zu ändern. Zu beachten ist die Lebensdauer einer solchen Anlage, die sehr hoch ist. Es gibt von manchen Herstellern eine Garantie bis zu 15 Jahre, die tatsächliche Lebensdauer kann noch weitaus höher ausfallen. Daher sollten die Zentralstaubsauger Kosten kein Gegenargument zur Anschaffung darstellen.

Das Rohrsystem der Staubsaugeranlage

Wegen der Kosten entscheiden sich manche Bauherren zunächst für die Verlegung der Rohre in ihren Estrich. Im zweiten Schritt möchten sie das Zentralgerät anschaffen. Doch diese Reihenfolge kann zu einer teuren Fehlinvestition führen, weil es keine einheitlichen Rohrsysteme gibt. Manche Hersteller haben ihre Rohre speziell für ihre Geräte entwickelt, andere Anlagen sind mit HT-Rohren kompatibel. Wer so vorgehen möchte, weil während des Eigenheimbaus die Rohrverlegung praktisch wäre, sollte genauestens überlegen, welche Anlage am Ende angeschafft wird. Die kompatiblen Rohre sind im Grunde vorzuziehen. Auch die Gestaltung der Saugdosen ist zu beachten, in einigen Fällen passen nur die Schläuche bestimmter Hersteller.

HT-Rohre

Ein HT-Rohr (steht für Hochtemperatur-Rohr) ist in jedem Baumarkt günstig erhältlich. Das 50er Rohr kostet bei einer 250 mm Länge nur rund 0,85 Euro. Die Rohre genießen einen guten Ruf, der Hersteller Thomas berichtet beispielsweise auf seiner Webseite, dass die HT-Rohre in einem Test der Universität Siegen hinsichtlich des Strömungswiderstandes und der statischen Aufladung die besten Ergebnisse erzielten. Jedoch fehlt hierbei die Angabe, welche Art von Zentralstaubsauger genau benutzt wurde. Dennoch bieten HT-Rohre unzweifelhafte Vorteile. Sie müssen durch ihre Gummidichtung mit Steckmuffensystem nicht geklebt werden und lassen sich somit leicht verlegen. Das wiederum sollte fachgerecht erfolgen, damit die Anlage dicht ist.

Spezialrohre

Von einige Hersteller gibt es Spezialrohre mit besten Strömungseigenschaften, die statische Aufladung liegt bei 0. Das schaffen HT-Rohre nicht. Der Schmutztransport erfolgt also optimal. Diese Rohre werden verklebt, Muffen gibt es nicht. Dadurch kann sich im Rohr nichts verkeilen, diese Gefahr besteht ansonsten bei größeren eingesaugten Gegenständen. Bei ordnungsgemäßer Verklebung sind diese Spezialrohre absolut dicht, ihre Innenseiten sind fast fugenfrei.

Leistung und Platzierung der Zentralstaubsauganlage

Welche Leistung ist erforderlich?

Die Anlage darf weder unter- noch überdimensioniert sein. Bei einer Überdimensionierung wäre sie zu laut, manchmal kommen sogar zwei Motoren zum Einsatz. Die unterdimensionierte Anlage leistet zu wenig, schlimmstenfalls schafft sie gröberen Schmutz nicht. Als Anhaltspunkte verweisen die Hersteller auf folgende technische Daten:

  • Airwatt: Diese Leistungszahl gibt das eingesaugte Luftvolumen pro Minute bei entsprechendem Unterdruck an. 500 Airwatt sind für ein Einfamilienhaus meistens zu wenig, können aber für ein sehr kleines Haus mit weniger als 90 m² Wohnfläche genügen. Das größere Haus benötigt 600 - 900 Airwatt.
  • Rohrlänge max.: Mit der maximalen Rohrlänge lässt sich gut die Dimensionierung der Anlage veranschaulichen. Diese Länge muss zur Leistung passen, ansonsten wäre das Zentralgerät unterdimensioniert. Auch bei vielen Saugdosen ist eine höhere Leistung nötig, ebenso bei langen Saugschläuchen und vielen Biegungen im Rohrsystem.

Platzierung des Zentralsauger-Gerätes

  • a) Keller: Das wäre die tiefste Stelle des Hauses, zudem wäre der Einbaustaubsauger weit entfernt von den Wohnräumen, was lange Rohre erfordert. Auch der Schmutz wäre schlechter zu beseitigen. Doch die Anlage wäre eher unsichtbar und würde wenig Lärmbelästigung verursachen.
  • b) Hauswirtschaftsraum: Der Vorteil ist die Nähe zu den Räumen, der Nachteil der Lärm. Der Raum müsste mit einer Schallschutztür isoliert werden.
  • c) Garage: Dieser Platz erscheint aus mehreren Gründen ideal. Die Geräusche der Anlage sind im Haus nicht mehr zu hören, der Schmutz lässt sich komfortabel beseitigen. Der Nachteil sind die erforderlichen langen Rohre. Auch lässt sich in diesem Fall nicht die Abwärme für die Raumheizung nutzen.

Schlauchlänge der Zentralstaubsauganlage

Die Frage der Schlauchlänge zählt zu den schwierigsten, weil lange und kurze Schläuche jeweils eigene Vorzüge und Nachteile mitbringen. Mit einem langen Schlauch sind weniger Saugdosen erforderlich. Der 12-Meter-Schlauch kann für eine Etage vollständig genügen. Erst bei einem Etagenwechsel wäre der Saugschlauch umzustecken, wenn es kein Einzugschlauch ist. Jedoch gilt ein Saugschlauch dieser Länge als unhandlich und gewöhnungsbedürftig. Am ehesten bewährt er sich, wenn die Nutzer ab Saugdose mit der Reinigung beginnen, damit ihnen der Schlauch nicht so sehr im Weg ist. Zwei Nachteile sind unübersehbar: Der Saugkraftverlust ist signifikant, der Platzbedarf hoch. Kurze Saugschläuche lassen sich vergleichsweise gut handhaben, nur das häufige Umstecken kann lästig sein. Wer nun über die Schlauchlänge nachdenkt, muss zunächst entscheiden, ob es ein Einzugschlauch sein soll. Dessen Länge könnte durchaus 12 bis 15 Meter betragen, der konventionelle Schlauch sollte hingegen nur 6 bis maximal 12 Meter lang sein. Überzugschläuche können Möbel und Türzargen nicht beschädigen.

Saugdosen-Planung

Positionierung der Saugdosen

Der Schlauch kommt in die Saugdosen, die ihrerseits in den Wänden untergebracht und über das Rohrsystem und eine 24-Volt-Steuerspannung mit dem Einbaustaubsauger verbunden sind. Das Einschalten des Staubsauges erfolgt entweder gleich durch das Einstecken des Schlauchs in die Dose oder erst durch ein gesondertes Betätigen eines Tasters. Zu entscheiden ist die Zahl und Position der Dosen in jedem Raum. Das hängt wiederum von der Länge des Schlauches ab. Auch die Bauweise der Dosen ist interessant. Hinsichtlich der Einbaurahmen für die Saugdosen gibt es zwischen einzelnen Herstellern große Unterschiede, schon die Materialien können ebenso Kunststoff wie Edelstahl oder Aluguss sein. Eine stabilere, wenngleich teurere Dose ist im Grunde immer zu empfehlen, denn sie soll eigentlich genauso lange halten wie die gesamte Anlage. Es kann sich um Aufputz- oder Unterputzdosen handeln, in der Garage genügen Aufputz-Saugdosen. Wie sie auch immer verlegt werden: Sie bleiben wenigstens teilweise sichtbar und sollten daher mit farblich zu Steckdosen und Lichtschaltern passen. Hierfür geben die Hersteller RAL-Werte der Farbskala an.

Höhe der Saugdosen

Die Höhe der Dosen ist reibe Geschmackssache, die Hersteller empfehlen 40 bis 70 cm. Entscheidungsgrundlagen bieten die Höhe der Steckdosen, was ein unauffälliger Platz wäre, oder die Höhe der Lichtschalter, was die Dosen bequem erreichbar macht. Für einen Einzugschlauch würden wir sogar 90 cm Höhe empfehlen, dadurch gleitet der Schlauch durch sein Eigengewicht leichter heraus. 

Sockeleinkehrdüse

Diese Düse dient dem Wegsaugen von Krümeln in der Küche und lässt sich mit dem Fuß betätigen, was sehr praktisch klingt, aber herstellerabhängig mehr oder weniger gut funktioniert. Wir empfehlen, sich diese Düse vorführen zu lassen. Bei der Verwendung eines Einzugschlauchs ist sie vielleicht überflüssig.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.